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Neuer Vorschlag, neues Glück
In Regionalzügen könnten in Zukunft mehr Studierende anzutreffen sein, Foto: Erich Westendarp / Pixabay

Neuer Vorschlag, neues Glück

Am Wochenende durch ganz Baden-Württemberg? Die Diskussion um ein landesweites Semesterticket ist wieder voll entbrannt

Was in anderen Bundesländern schon seit Längerem Realität ist, soll es auch in Baden-Württemberg geben: ein landesweites Semesterticket. Die Diskussionen und Verhandlungen dazu laufen nun schon seit mehreren Jahren, ohne dass bisher ein mehrheitsfähiges Modell entstanden wäre. Zuletzt haben die Studierenden der Uni Heidelberg im Juli 2018 über einen Vorschlag abgestimmt, der damals jedoch abgelehnt wurde.

Nun wurde im April in der Landes-ASten-Konferenz, bei der Studierendenvertreter aus ganz Baden-Württemberg zusammenkamen, ein Eckpunktepapier mit neuen Vorschlägen verabschiedet. Dieses wurde vom Arbeitskreis (AK) landesweites Semesterticket ausgearbeitet und beinhaltet ein sogenanntes „Zwei-Wege-Modell“. Es soll die Grundlage für neue Verhandlungen mit den Verkehrsverbünden bilden.

Mit dem „Zwei-Wege-Modell“ würde jeder Studierende ein verbundsweites Semesterticket erhalten. Zudem könnte man freitags und an Wochenenden in ganz Baden-Württemberg den ÖPNV benutzen. All dies wäre vollständig im Solidarbeitrag enthalten, welcher bei der Rückmeldung an die Uni zu entrichten ist. In Heidelberg würde dieser Beitrag 167 Euro betragen, von denen 50 Euro für den landesweiten Verkehr vorgesehen sind. Zusätzlich könnte man dann für 132,50 Euro ein Zugticket erwerben, mit dem man jederzeit den ÖPNV in Baden-Württemberg benutzen dürfte.

Ein Knackpunkt ist, dass das Zusatzticket vom Land mit 4,5 Millionen Euro unterstützt werden müsste. Ob dies passieren wird, ist derzeit aber noch nicht klar. Der AK zeigt sich jedoch zuversichtlich, wie deren Sprecher Florian Wondratschek mitteilt. Die Verkehrsbünde werden voraussichtlich am 22. Juli Stellung beziehen. „Dass es einfach ein optionales Landesticket ohne Landessoli gibt, aber mit Vollsoli im Verbund, ist noch heiß im Gespräch“, so Wondratschek.

Dass die Mobilität der Heidelberger Studierenden wegen der Randlage im Bundesland nur bedingt steigen würde, ist bei der Schaffung eines landesweiten Tickets aber ein Problem. „Die Problematik ist dem AK bekannt, dieser möchte dieses Problem künftig auch nicht ignorieren“, so Marc Baltrun vom Referat für hochschulpolitische Vernetzung. Er fände es zunächst gut, ein landesdesweites Ticket zu haben, auf das dann weiter aufgebaut werden könnte: „Das Ticket in NRW zeigt, dass sowas möglich ist.“
Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, könnte es wieder eine Urabstimmung geben. Auf dem Weg dahin wird aber noch viel zu diskutieren sein.

Von Cornelius Goop

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