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Lost in Democracy?

Lost in Democracy?

Am 26. Mai wird das Europaparlament gewählt. Neben den traditionellen Optionen stehen auch Spaßparteien und grenzübergreifende Bewegungen zur Wahl. Wir verschaffen euch einen Überblick

Brüssel scheint oft fern und der Bezug zum eigenen Alltag kaum sichtbar zu sein. Tatsächlich fließen aber viele Millionen Euro der Europäischen Union (EU) in die Region Heidelberg, und die Politik des Europaparlaments bedenkt die Interessen von uns Studenten mit.

Europa & Studenten
Die EU schafft Möglichkeiten des digitalen Lernens, indem sie sogenannte MOOCs (Massive Open Online Courses) zur Verfügung stellt. Kostenfrei kann man auf Webseiten wie openuped.eu oder iversity.org an Onlinekursen teilnehmen. Bei „iversity“ kann man sogar ECTS-Punkte sammeln. Schließlich gibt es noch das bekannte ERASMUS-Programm, das die Mobilität von Studierenden fördert. Stetig arbeitet die EU an der Angleichung der internationalen Studiengänge. Eine neue Möglichkeit der internationalen Praktikumserfahrung, auch im digitalen Bereich, wird mit dem Programm „Digital Opportunity Traineeship“ geboten.

Europa & Heidelberg
Die EU fördert zum Beispiel einen Neubau des Human Brain Project im Neuenheimer Feld. Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns und dessen Imitation mittels Computer. Die Uni Heidelberg ist außerdem Teil des internationalen Forschungsnetzwerks „Rarenet“, das sich mit seltenen Erkrankungen befasst. Die EU unterstützt auch dieses Projekt.
Auch in die Zukunft der Arbeit wird investiert. In der Speyerer Straße entsteht in unmittelbarer Nähe zur Bahnstadt das Business Development Center, ein flexibler Arbeitsraum. Büro, Labor und Coworking-Space sind hier an einem Standort vereint. Diesen Projekten kommen insgesamt rund 18 Millionen Euro zu.

Momentan sind die Parteien sowohl auf kommunaler, als auch auf Europaebene im Wahlkampf. Ein genauer Blick lohnt sich: Sie haben für die kommende Wahl ein eigenes Programm. Die wichtigsten Punkte haben wir euch in der folgenden Grafik dargestellt. Im EU-Parlament entstehen Bündnisse mit verwandten Parteien anderer Nationen, aus denen sich Fraktionen formieren. Die SPD koaliert dann beispielsweise mit anderen europäischen sozialdemokratischen Parteien in der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten. Manche Gruppierungen hingegen wollen das aktuelle System vollständig hinter sich lassen – Volt oder DiEM25 zum Beispiel. Sie sind paneuropäische Bewegungen und haben ein einziges Programm für mehrere europäische Länder. Langfristig streben sie ein föderales Europa an. Für alle Politikverdrossenen stellen wir euch noch zwei Alternativen vor. Anmerkung der Redaktion: Die Auswahl der Parteien im Kreisdiagramm erfolgte auf Grundlage der größten Stimmanteile bei der Europawahl 2014.

 

Grafik: Antonia Hassell

 

Die LIEBE

Die bisherigen Vorschläge sind euch alle zu kompliziert, denn eigentlich liegt doch auf der Hand, was unserer Politik wirklich fehlt: mehr LIEEBE! Glücklicherweise gibt es auch eine Partei, die sich dieser Mission verschrieben hat: „Die Liebe ist stärker als das Böse und der Hass“ weiß das Parteiprogramm. Erste Bande zu unseren Nachbarn sind bereits geknüpft: LIEBE ist Teil des französischen Dachverbands L’AMOUR. (avh)Die bisherigen Vorschläge sind euch alle zu kompliziert, denn eigentlich liegt doch auf der Hand, was unserer Politik wirklich fehlt: mehr LIEEBE! Glücklicherweise gibt es auch eine Partei, die sich dieser Mission verschrieben hat: „Die Liebe ist stärker als das Böse und der Hass“ weiß das Parteiprogramm. Erste Bande zu unseren Nachbarn sind bereits geknüpft: LIEBE ist Teil des französischen Dachverbands L’AMOUR.

 

Die PARTEI

Lesern der Titanic und Zuschauern der heute-show wird diese Partei sicherlich ein Begriff sein: Die Rede ist von der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – Die PARTEI. Wem die Satire aus dem Weißen Haus nicht genügt, trifft hier die richtige Wahl. In der Vergangenheit ist es der PARTEI gelungen, mit einer Handtuchbelegung der Europaparlamentssitze mallorquinische Urlaubsgefühle zu wecken. Bei einer Wiederwahl lässt sie sicherlich nicht mit neuen Überraschungen auf sich warten. Für die anstehende Europawahl nominiert die PARTEI besonders viele Kandidaten, die Nachnamen bekannter Nationalsozialisten wie Göbbels, Göring oder Eichmann tragen. So wollen sie möglichst viele AfD-Wähler und auch „verwirrte CSU-Wähler“ und „demente CDU-Wähler“ abwerben, so Parteichef Sonneborn.

von Antonia von Hassell

 

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