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Kleines Brexit-FAQ

Kleines Brexit-FAQ

Wie ist der aktuelle Stand der Brexit-Verhandlungen?
Großbritannien (GB) wird am 29. März 2019 aus der Europäischen Union austreten. Mittlerweile sind 95 Prozent der Brexit-Verhandlungen abgeschlossen, jedoch sind einige größere Streitpunkte, wie der der Grenze zwischen Irland, das weiterhin Teil der EU sein wird, und Nordirland, das mit GB aus der EU austreten möchte, noch nicht geklärt.
Innenpolitisch steht Theresa May, Premierministerin GBs, unter Druck, weil das Brexit-Lager einem schlechten Deal im Parlament nicht zustimmen wird. Politiker des Anti-Brexit-Lagers aber würden im Falle eines harten Brexits, vermutlich noch energischer als bisher, eine neue Abstimmung über den Ausstieg fordern.

Zahlen und Fakten zum deutsch-britischen Austausch mit Erasmus+: Was steht auf dem Spiel?
Durch das Erasmus+-Programm müssen Studierende keine Studiengebühren zahlen und bekommen finanzielle Unterstützung von der EU. Seit 1987 ermöglicht Erasmus 125 000 Studierenden aus anderen europäischen Ländern einen Aufenthalt in GB. 2015 waren 4889 Deutsche in GB, davon 21,8 Prozent aus Baden-Württemberg.
Die Universität Heidelberg kooperiert mit 280 Universitäten in Europa. Dies ermöglicht jährlich 600 Heidelberger Studierenden die Teilnahme an einem Austausch im europäischen Ausland und 500 außerdeutschen Europäern einen Aufenthalt in Heidelberg.

Welche Auswirkungen hat der Brexit auf Erasmus+?
Der Austritt Großbritanniens aus der EU wird auch das Austauschprogramm Erasmus+ betreffen. Welche langfristige Regelung nach dem Brexit und in der Übergangsphase gilt, ist noch nicht vollständig geklärt. In einem Bericht der EU und GBs wurde festgehalten, dass GB bis Ende 2020 unverändert an dem Programm teilnimmt. Die Weiterführung der Kooperation im Falle eines ungeregelten Austritts wird von der britischen Regierung angestrebt.

Was passiert mit laufenden Stipendien?
Im Falle eines ungeregelten Austritts und des Aussetzens von Erasmus+ werden bereits bewilligte Stipendien nach dem Brexit von der britischen Regierung finanziert und Bewerbungen für das akademische Jahr 19/20 noch bis zum Austrittsdatum angenommen. Die Regierung bürgt damit für die Weiterführung der Ausschüttung der Stipendien, sollte von der EU kein Geld mehr ausgezahlt werden.
Jedoch weist die britische Regierung darauf hin, dass die Möglichkeit besteht, dass Erasmus+-Stipendien im Falle eines „no-deal“ Brexits vorzeitig beendet werden könnten.

Von Devika Herrmann und Janis Kuhn

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